Die Ausstellung

Gemeinsam mit dem Designer-Netzwerk CREATE BERLIN und der Berlinischen Galerie wurde der Wettbewerb „Trenntmöbel gesucht!“ ins Leben gerufen.

Berliner Designer und Designstudenten wurden dazu aufgerufen, einen Abfallbehälter für den privaten Haushalt zu entwickeln, der die Mülltrennung optimal unterstützt.
Das von einer Jury aus Wissenschaft und Wirtschaft ausgewählte Gewinner-Team Böttcher + Henssler mit dem Entwurf "new order" erhält neben einem Preisgeld von
5.000 Euro weitere Unterstützung bei der Vermarktung des „Trenntmöbels“.
Ilot Ilov hat mit "Stand by me" den mit
1.000 Euro dotierten Publikumspreis gewonnen.

Böttcher + Henssler

Neue Ordnung

Sie wollen nicht weniger als seine „New Order“ in der Küche. Was sich vormals unter der Spuüle versteckt hat, wollen die Designer der Agentur Böttcher + Henssler als knallbunte Taschen an die Wand heften. Das spart in kleinen Küchen nicht nur Platz, sondern sieht auch noch ziemlich individuell aus.
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Ahlgrimm Rojahn

Brett vorm Eimer

Wenn die Zucchini geschält, die Tomaten geschnippelt, die Pilze gesäubert sind, türmt sich ein riesiger Berg Bioabfall auf der Arbeitsfläche. Mit beiden Händen versucht man den Berg in den Eimer zu befördern, aber der Saft rinnt die Hände herunter, aus der Masse lösen sich die ersten Teile. Eine solche Szene aus dem Alltagsleben eines Hobbykochs müssen die Designer Dörte Ahlgrimm und Johannes Rojahn vor Augen gehabt haben, als sie ihr Trenntmöbel entworfen haben.
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Jakob Timpe

Ritterlich getrennt

Alltagsgegenstände werden zu Designobjekten, wenn sie einen Namen tragen. Dieser Mülleimer des Designers Jakob Timpe heißt Götz – nach dem bekannten Ritter Götz von Berlichingen. Der Name spiele auf die „Lust des Eimers an der Bereicherung an, auf seinen eifernden Sinn nach Bewahrung, seine Wehrhaftigkeit und Treue“.
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Ett la Benn

Weichteile

Warum sollten Mülleimer eigentlich hart und klobig sein? Das Designbüro Ett la Benn sieht die Zukunft der Recyclingecke eher soft und flexibel.
Das Mülltrennsystem „Cummis“ besteht aus unterschiedlich farbigen Eimern, die dank eines weichen Gummimaterials beliebig umgestülpt werden können. Je nach dem, wie viel Hausmüll, Bioabfall, Plastikpackungen oder Glas anfällt, kann der Eimer umgeklappt werden, zwischen zehn und dreißig Liter kann er fassen.
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Studio Langer

Auf dem Hausmüll sitzen bleiben

Zu Großmutters Zeiten gab es die so genannte Truhenbank. Der Raum unterhalb der Sitzfläche wurde als Stauraum genutzt. Dieses Prinzip lassen die Designer des Studio Langer mit ihrer Junkbank wieder aufleben und übersetzen es in ein modernes Multifunktions-Sitzmöbel. Auch Stühle werden mit dem selben Prinzip zu rollbaren Wertstoffcontainern.
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Ahlgrimm Rojahn

Werbetrommeln für den Müll

Die Ermahnung zum Mülltrennen ist nun nicht gerade ein echter Ohrwurm.
„Viele empfinden es als belastend, sich damit auseinanderzusetzen, weil sie sich dadurch unangenehm in die  Verantwortung genommen fühlen“, schreiben die Designer Dörte Ahlgrimm und Johannes Rojahn. „Wer wider besseren Wissens nicht trennt, dem fehlt oft die Muße.“
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Ulrich Merz

Körbchengrößen

Der Designer Ulrich Merz hat sich auf Mülleimerrecherche begeben. Und was er fand, war erschreckend: Die einst glänzend verchromten Hüllen der Abfalleimer
waren übersät mit Dreckspritzern, bunte Plastikeimer hatten kaputte Tretmechanismen, Federn von Schwingmechanismen waren ausgeleiert. Was so schön den Abfall verbergen sollte, war oft selbst reif für die Tonne.
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Ilot Ilov

Stand by me

Wie wir schon von anderen Entwürfen gelernt haben, muss man heute seinen Müll nicht mehr verstecken. Mit dem „Stand“ des Designbüros Ilot Ilov werden die Abfälle sogar zur Installation erhoben. „Da einige Teile des Abfalls, den wir täglich generieren, gar nicht so eklig und hässlich sind, haben wir versucht nur zu verstecken, was wirklich nötig ist“, schreiben die Designer in ihrem Konzept.
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e27

Das Trennen ist des Müllers Lust

Wenn man als Designer den Auftrag bekommt, sich ein Möbel zum Thema Mülltrennung auszudenken, dann ist es von Vorteil, wenn man auch den Mülleimer selbst nachhaltig gestaltet. Das Designbüro e27 hat das verstanden und sich bei ihrem Wettbewerbsbeitrag namens „Herr Müller“ vor allem Gedanken zum Material gemacht. Der quadratische Behälter besteht aus einem recycelten Kunststoff, der Deckel soll aus ökologisch abbaubarem Bambus gefertigt werden.
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Uli Budde

Triplett1700

Vielleicht hat es einen Grund, dass sich am Ende oft Klassiker durchsetzen. Warum soll man den Mülleimer noch einmal neu erfinden? Würde es nicht reichen, ihn einfach zu verbessern?
Der Designer Uli Budde hat ein Trenntmöbel erdacht, dass auf den ersten Blick wie jene Behälter aussieht, die es heute schon im Handel zu kaufen gibt. Es ist ein weißer, zurückhaltender, solider Eimer. „Er lehnt sich an tradtionelle Mülleimer an, unterscheidet sich jedoch in seiner Funktionalität deutlich.“
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