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3 Fragen an Circular Berlin
Circular Berlin ist eine der treibenden Kräfte, die unsere Stadt in eine echte Kreislaufmetropole verwandeln will. Sie vernetzen Akteur:innen, stoßen Projekte wie das „Haus der Materialisierung“ an und denken Berlins Materialkreisläufe neu. Wir haben mit Dina Padalkina über große Veränderungen, Engagement und ihre Vorbild-Funktion gesprochen.
Name: Dina Padalkina
Wohnort: Berlin
Alter: 37
Beruf: Geschäftsführung bei Circular Berlin
Mein liebster Upcycling-Hack: Gemüseabfälle sammeln und daraus eine kräftige, selbstgemachte Brühe kochen.
Mein größter, unverzichtbarer Luxus: Ganz ehrlich? Der Verzicht auf Käse fällt mir unglaublich schwer, ein Stück guter Käse ist für mich echter Luxus.
Mein Lieblingsort in Berlin: Der Mauerpark, besonders sonntags, ist dort so viel Kultur und es passieren so viele unterschiedliche, spannende Sachen gleichzeitig.
Inspiration finde ich: In der Circular Berlin Community, die Motivation und das enorme Engagement unserer Mitglieder inspirieren mich immer aufs Neue.
Circular Berlin will den Stoffwechsel unserer Stadt neu gestalten. Was ist die größte Herausforderung, um systemische Veränderungen in einer Metropole wie Berlin anzustoßen?
Die größte Herausforderung liegt darin, die tief verwurzelten linearen Strukturen – also das Prinzip „nehmen, machen, wegwerfen“ – auf allen Ebenen gleichzeitig zu durchbrechen. In einer Metropole wie Berlin müssen wir bestehende Infrastrukturen, politische Rahmenbedingungen und das Konsumverhalten synchron verändern. Es geht nicht nur um technologische Innovation, sondern vor allem um einen kulturellen Wandel und das Überwinden von Silo-Denken in der Stadtverwaltung und Wirtschaft. Systemischer Wandel braucht Zeit, Mut zum Experimentieren und eine klare langfristige Strategie.
Ihr vernetzt eine Vielzahl von Akteur:innen – von der Politik über Unternehmen bis zu Bürger:innen. Welche Rolle spielen Kollaborationen und Netzwerke dabei, eine zirkuläre Transformation erfolgreich zu machen, und wie kann man sich als Einzelperson einbringen?
Kollaboration spielt die zentrale Rolle; all unsere Aktivitäten basieren darauf, denn nur gemeinsam können wir groß agieren und Wirkungen skalieren. Es entsteht ein Schneeballeffekt: Wir inspirieren Partner, die das Thema dann eigenständig weitertragen. Als Einzelperson kann man viel bewegen: Informiert bleiben, Initiativen unterstützen und bewusst konsumieren – denn dort, wo wir unser Geld ausgeben, setzen wir eine wichtige Währung für die Wirtschaft ein. Neben persönlichem Engagement und Community-Arbeit ist es aber genauso wichtig, die eigene Stimme bei Wahlen für eine nachhaltige Politik zu nutzen.
Das „Haus der Materialisierung“ ist ein Leuchtturmprojekt für die Kreislaufwirtschaft. Welche Vision habt ihr für die Zukunft solcher Orte in Berlin und was können andere Städte von diesem Modell lernen?
Unsere Vision ist, dass solche Zentren als „Kiezhubs der Zirkularität“ fest verankert werden, gerade haben wir uns mit Partnern für ein neues Projekt zusammengeschlossen, das genau diese urbanen Ressourcenzentren europaweit in den Fokus rückt. Ohne Orte wie das „Haus der Materialisierung“ oder Repair-Cafés fehlt der gesellschaftliche Ankerpunkt, um Kreislaufwirtschaft im Alltag erlebbar zu machen. Solche Orte müssen als infrastrukturelle Basis vorhanden sein, damit Bürger:innen direkten Zugang zu zirkulären Dienstleistungen haben. Nur durch diese Präsenz im Stadtbild gelingt der breite gesellschaftliche Wandel.
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Name: Dina Padalkina
Wohnort: Berlin
Alter: 37
Beruf: Geschäftsführung bei Circular Berlin
Mein liebster Upcycling-Hack: Gemüseabfälle sammeln und daraus eine kräftige, selbstgemachte Brühe kochen.
Mein größter, unverzichtbarer Luxus: Ganz ehrlich? Der Verzicht auf Käse fällt mir unglaublich schwer, ein Stück guter Käse ist für mich echter Luxus.
Mein Lieblingsort in Berlin: Der Mauerpark, besonders sonntags, ist dort so viel Kultur und es passieren so viele unterschiedliche, spannende Sachen gleichzeitig.
Inspiration finde ich: In der Circular Berlin Community, die Motivation und das enorme Engagement unserer Mitglieder inspirieren mich immer aufs Neue.
Circular Berlin will den Stoffwechsel unserer Stadt neu gestalten. Was ist die größte Herausforderung, um systemische Veränderungen in einer Metropole wie Berlin anzustoßen?
Die größte Herausforderung liegt darin, die tief verwurzelten linearen Strukturen – also das Prinzip „nehmen, machen, wegwerfen“ – auf allen Ebenen gleichzeitig zu durchbrechen. In einer Metropole wie Berlin müssen wir bestehende Infrastrukturen, politische Rahmenbedingungen und das Konsumverhalten synchron verändern. Es geht nicht nur um technologische Innovation, sondern vor allem um einen kulturellen Wandel und das Überwinden von Silo-Denken in der Stadtverwaltung und Wirtschaft. Systemischer Wandel braucht Zeit, Mut zum Experimentieren und eine klare langfristige Strategie.
Ihr vernetzt eine Vielzahl von Akteur:innen – von der Politik über Unternehmen bis zu Bürger:innen. Welche Rolle spielen Kollaborationen und Netzwerke dabei, eine zirkuläre Transformation erfolgreich zu machen, und wie kann man sich als Einzelperson einbringen?
Kollaboration spielt die zentrale Rolle; all unsere Aktivitäten basieren darauf, denn nur gemeinsam können wir groß agieren und Wirkungen skalieren. Es entsteht ein Schneeballeffekt: Wir inspirieren Partner, die das Thema dann eigenständig weitertragen. Als Einzelperson kann man viel bewegen: Informiert bleiben, Initiativen unterstützen und bewusst konsumieren – denn dort, wo wir unser Geld ausgeben, setzen wir eine wichtige Währung für die Wirtschaft ein. Neben persönlichem Engagement und Community-Arbeit ist es aber genauso wichtig, die eigene Stimme bei Wahlen für eine nachhaltige Politik zu nutzen.
Das „Haus der Materialisierung“ ist ein Leuchtturmprojekt für die Kreislaufwirtschaft. Welche Vision habt ihr für die Zukunft solcher Orte in Berlin und was können andere Städte von diesem Modell lernen?
Unsere Vision ist, dass solche Zentren als „Kiezhubs der Zirkularität“ fest verankert werden, gerade haben wir uns mit Partnern für ein neues Projekt zusammengeschlossen, das genau diese urbanen Ressourcenzentren europaweit in den Fokus rückt. Ohne Orte wie das „Haus der Materialisierung“ oder Repair-Cafés fehlt der gesellschaftliche Ankerpunkt, um Kreislaufwirtschaft im Alltag erlebbar zu machen. Solche Orte müssen als infrastrukturelle Basis vorhanden sein, damit Bürger:innen direkten Zugang zu zirkulären Dienstleistungen haben. Nur durch diese Präsenz im Stadtbild gelingt der breite gesellschaftliche Wandel.
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