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3 Fragen an Vincent Barth
Eine Musikanlage auseinanderschrauben? Aus altem Schrott eine Maschine bauen, die wirklich läuft? Beim Lernkollektiv in der Schwedter Straße 9 in Prenzlauer Berg bekommen Kinder von 4 bis 13 Jahren genau das: eine echte Werkstatt, richtiges Werkzeug und Erwachsene, die auf Augenhöhe mitmachen statt vorzumachen. Beim Zero Waste Future Festival hat Gründer Vincent Barth einen Mitmachstand, wo kleine Tüftler:innen ihren Schraubenzieher-Führerschein machen, alte Toaster oder defekte Geräte zerlegen und daraus allerlei Neues bauen. Wir haben ihn gefragt, was man dabei lernt und ob Werkzeug wirklich etwas für kleine Kinderhände ist.
Name: Vincent Barth
Alter: 43
Wohnort: Berlin
Berufung: Nicht aufzuhören, Neues zu probieren
Meine Superkraft: Neugierde wecken
Mein liebster DIY-Hack: Einfach mal loslegen
Darauf verzichte ich am liebsten: Plastikspielzeug, das schnell in irgendeiner Ecke landet
Das habe ich immer bei mir: Multitool
Darum lebe ich in Berlin: Weil es hier einfach ist, Neues auszuprobieren
Messer, Gabel, Schere, Licht … Darf man Kinder mit echtem Werkzeug arbeiten lassen?
Kinder lernen nicht durch Verbote, sondern durch Anleitung und Begleitung von aufmerksamen Erwachsenen. Genau darum geht es bei uns: Wir üben und erlernen gemeinsam den achtsamen Umgang mit Gefahrenquellen. Dadurch entstehen Sicherheit und Selbstvertrauen – und damit Raum für kreative Ideen und spannende Bauprojekte.
Was lernt man beim Zerlegen eines Toasters?
Wir sprechen dabei natürlich über Elektronik, Heizelemente und Stromkreise. Aber wir stellen gemeinsam auch Fragen zum Thema Nachhaltigkeit: Wann ist ein Gerät wirklich „kaputt“? Wie kann ein Toaster repariert werden und warum passiert das häufig nicht? Wie können wir durch Reparaturen unsere Umwelt schützen?
Schraubenzieher-Führerschein klingt interessant. Sagen Sie uns, warum man unbedingt einen braucht!
Wir sind von Technik umgeben, deren Innenleben meist gut versteckt ist. Wir möchten schon den Kleinsten zeigen, dass sie neugierig sein dürfen, Dinge entdecken und Zusammenhänge verstehen können, auch wenn das von den Herstellern nicht immer ganz gewollt ist. Gemeinsam erklären wir die Grundlagen und Sicherheitsregeln, bauen Angst ab und ermutigen die Kinder, alles zu hinterfragen.